Roller und Rad-Demo • ROLLEN STATT PROLLEN, G20 IN POTSDAM VERHINDERT!

Roller und Rad-Demo zum Auftakt des

antirassistischen Stadionfestes „Der Ball ist bunt“

 

ROLLEN STATT PROLLEN, G20 IN POTSDAM VERHINDERT!

 

Auf den ersten Blick löst das Motto der Roller- und Rad-Demo vielleicht etwas Verwirrung aus, doch eigentlich ist das alles vollkommen logisch.

 

Das 15. antirassistische Stadionfest „Der Ball ist bunt“ startet am Freitag, dem 26. Mai, um 18:00 Uhr vom Karl-Liebknecht-Stadion mit einer rollenden und radelnden Demo und endet in den frühen Morgenstunden des Sonntag irgendwo in Babelsberg. Dazwischen gibt’s aber noch eine ganze Menge zu erleben. Den Auftakt macht besagte Demo. Teilnehmen kann jede und jeder, der oder die sich auf Rollen oder Rädern fortbewegt. Seien es Fahrräder, Rollschuhe, Inliner, Roller, Skate- oder Longboards – erlaubt ist was rollt.


Ziel ist die Sporthalle des BBW Oberlin. Dort erwartet euch dann ein Scrimmage der Prussian Fat Cats - Roller Derby Potsdam gegen die Berlin Rollergirls. Für Bier, Musik und lecker Essen ist natürlich gesorgt.

 

„Der Ball ist bunt“ ist ein Fest mit politischem Anspruch. Und so wird sich auch das Stadionfest dieses Jahr den zahlreichen Gegenprotestbewegungen zum G20 Gipfel im Juli in Hamburg verschreiben. Um das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden, wird es an einem der vielen Marktstände Soli-Mexikaner zu Preisen geben, mit denen sicherlich keine Mauern gebaut werden können. Zumindest nicht außerhalb von Hamburg.

 

Doch wir wollen unserem Protest auch abseits des eigenen Rahmens, und lautstark auf der Straße Luft machen, denn der G20 Gipfel ist nicht nur ein Treffen verschiedener Staatspräsident*innen, die nach kapitalistischer Manier das Bärenfell unter sich aufteilen wollen. Es ist auch das Gipfeltreffen einiger Rassist*innen, Faschist*innen und homophoben Staatsoberhäuptern. Wir möchten mit unserer Demo ein Zeichen gegen „Prolls“ im Staatsdienst setzen. Diese weltweite Entwicklung finden wir beängstigend!

 

Bei der Wahl der gastgebenden Städte hätte es im Prinzip jeden treffen können. Wir gehen daher davon aus, dass auch Potsdam Opfer der G20 Organisator*innen hätte werden können. Oder andersherum? Denn nicht ohne Grund ist ein Großteil der Einwohner*innen Potsdams für die ablehnende Haltung gegenüber politischen Brandstifter*innen bekannt und gefürchtet. Wir sind davon überzeugt, dass aus diesem Grund der Kelch an uns vorüber ging. Nun ist es an Hamburg, sich die Tugenden der Potsdamer Schule anzueignen.

 

Deswegen sei all unseren Hamburger Freundinnen* und Freunden* unsere Solidarität gewiss! Viele Potsdamer*innen werden euch in jeder erdenklichen Art und Weise am Wochenende des 07. bis 09. Juli unterstützen.